Mephisto, Zuckerstraße 7, 64807 Dieburg Tel: 06071 / 823318
Mephisto Unser Name steht für Genuß
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Mephisto und Krone-Keller befinden sich in einem Gebäuderest des ältesten Haus Dieburgs (auf dem Bild rechts: Haus Nr 1). Es wurde bereits 1358 erbaut. Dieses ursprüngliche Haus war doppelt so breit und tief wie das heutige Gebäude; das heißt es hatte die vierfache Fläche. Die etwa 10 Meter breite Fassade stand mit der Giebelseite zum Rathaus. Das Haus war zweigeschossig, das Erdgeschoß etwa vier bis fünf Meter hoch. Interessant ist, daß es der Breite nach durch eine, alle Geschosse durchziehende, Wand geteilt war, sodaß im Inneren keine Verbindung zwischen der vorderen und hinteren Haushälfte bestand. Der vordere Teil des Erdgeschosses war eine Halle, die mit um 1360 entstandenen Fresken ausgemalt war. Die repräsentative Gestaltung läßt vermuten, daß es sich bei dem Haus entweder um ein öffentliches Gebäude gehandelt hat, oder daß es sich im Besitz eines sehr reichen Privatmanns befand.
Nach einem Brand im Jahr 1437 wurde das Haus auf seine heutige Größe reduziert, gleichzeitig wurde es wahrscheinlich in die heutigen drei Geschosse geteilt. Der Keller reichte dabei über das verkleinerte Haus hinaus. Im 16. Jahrhundert wurde die alte Tiefe des Hauses durch einen zweigeschossigen Anbau wiederhergestellt. Kurz nach 1600 wurde das Haus von dem Dieburger Schuster Philipp Kretzer erworben; davon zeugt eine Inschrift mit Namensnennung und der Darstellung einer Schusterahle, sowie eine Steuerliste aus dem Jahr 1608. Kretzer ließ die beiden unteren Geschosse massiv in Sandstein ausmauern. Er und seine Familie fielen dem Hexenwahn zum Opfer und wurden 1627 hingerichtet. Im Jahr 1753 fand der letzte wesentliche Umbau des Hauses statt. Dabei wurde der Giebel gedreht und durch einen barocken Mansardgiebel ersetzt, dessen Traufseite seither zum Marktplatz weist.
Die Erforschung der Baugeschichte des Hauses und die Entdeckung der Fresken fand im Rahmen von Untersuchungen der Dieburger Bausubstanz in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts statt. Im Laufe von Restaurierungsmaßnahmen brannte das Haus 1992 ab, hierbei wurde der größte Teil der Fresken vernichtet. Zwei der Wandbilder konnten jedoch gerettet werden und sind heute im Kreis- und Stadtmuseum Dieburg zu besichtigen. Bei dem heute an dieser Stelle stehenden Haus Zuckerstraße 7 handelt es sich eigentlich nur um eine Rekonstruktion in den vorherigen Außenabmessungen und mit fast identischer Fassade. Der Orginalbestand reduziert sich im Wesentlichen auf die Gewölbekeller und kleinere Teile des Erdgeschosses. Zusammengestellt von Lutz Stör
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